Kompendium


Die Bedeutung des Lunisolarzyklus für die Evolution des Menschen

Eine Zusammenfassung der Fakten und Erkenntnisse


Der Ursprung des irdischen Zeiterlebens resultiert aus den drei Drehungen der Erde um sich selbst, der Erde um die Sonne sowie des Mondes um die Erde. Die Zyklen Tag, Gezeiten und Jahr werden dadurch verursacht. Neben diesen Bewegungen ist die Neigung der Erdachse gegenüber der Ekliptik eine notwendige Voraussetzung für die Zykluswirkungen (Die Präzession der Erdachse wird wegen der langen Dauer im hier betrachteten Zusammenhang vernachlässigt).

Anders als diese drei Zyklen sind sowohl die alternierende gravitative als auch die beleuchtende Wirkung des nächtlichen Mondes von seiner Winkelstellung gegenüber der Sonne abhängig. Deshalb sind die monatlichen Wechsel der Gezeitenhübe (Spring- und Nipptiden) und die Mondphasen (synodischer Monat) als vierter Zyklus das Gemeinschaftswerk von Sonne und Mond.
Das Sonnenjahr und das 12-teilige Mondjahr sind unter Beachtung des 19-jährigen Lunisolarzyklus (Metonischer Zyklus) vergleichbar, der als fünfter Zyklus ebenfalls ein Gemeinschaftswerk dieser beiden Himmelskörper darstellt.

Zyklen können von Lebewesen nur ganzzahlig erlebt werden, wodurch das Problem der Kommensurabilität (Vergleichbarkeit) entsteht. Diese Schwierigkeit wurde in den verschiedenen Kalendersystemen durch Schalttage oder Schaltmonate gelöst. Biologische Systeme müssen unbewusste Anpassungsformen gefunden haben.

Die Evolution des Lebens ist ein Zufallsprozess in Wechselwirkung mit den abiotischen und biotischen Umweltbedingungen. Zufälle treten im einzelnen unvorhersehbar, in großer Zahl jedoch mit berechenbaren Verteilungswerten und einem Mittelwert auf. Deshalb enthält das Erbmaterial der Lebewesen das Ergebnis von Mittelwertbildungen - den Genotyp, während sich das Einzelwesen auch unter den Einflüssen individueller Zufälle als Phänotyp entwickelt.


Erfolgreiche Anpassungen des zyklischen Wachstums und Verhaltens der Lebewesen an die Umgebungsrhythmen werden genetisch gespeichert. Hierbei wirken sowohl die Umwelteinflüsse als auch die Evolution des Genotyps als Massenerscheinungen mit ihren statistischen Mittelwerten.


Bei der Entstehung des Lebens war die Strahlung der Sonne zunächst einziger Energielieferant. Deshalb wirkt das Licht auch als die ursprünglichste angeborene Orientierung für rhythmische Anpassungsformen aller Lebewesen. Das Licht setzt die zyklusbestimmenden Auslösereize für angeborene Reaktionen der Lebewesen.


Länger werdende Entwicklungszeiten, welche durch die zunehmende Komplexität der Lebewesen bedingt waren, haben schrittweise die länger dauernden Zyklen von Sonne und Mond in ihr genetisches Programm aufgenommen. Jahres- und Mondphasenzyklen lösen einzeln oder gemeinsam vor allem die generativen Vermehrungszyklen aus.

Komplexe Auslösereize formieren sich durch die spezifische Funktionsweise des Zentralnervensystems.
Neuronale Netzwerke wachsen infolge der Gleichzeitigkeit von Nervenreizungen (Hebb'sche Lernregel). Angeborene Auslösereize sind ebenfalls in neuronalen Netzwerken gespeichert, die durch genetische Wachstumssteuerungen entstanden. Sie bilden die Wurzel des nachfolgenden individuellen Netzwachstums.


Menschliche Biografien zeichnen sich durch ihren sozialen Verlauf aus. Neben der generativen Fortpflanzung treten beim Menschen Motivationen zur Verbreitung seines kulturellen Erbes hinzu. Dies geschieht vermittels von Machtstrukturen. Die angeborenen Antriebe zur generativen Vermehrung erfuhren beim Menschen ein modifiziertes Aufleben der Antriebe in der zweiten Lebenshälfte zur Verbreitung seines Wissens und damit seiner Kultur. Die Motivationen der zweiten Lebenshälfte entstanden vermutlich, als sich Menschen aus der äquatorialen Zone Afrikas in nördlichere Gebiete ausbreiteten und dort die Lichtrhythmen im Jahresverlauf unsymmetrisch wurden.


Der menschlichen Biografie liegen 12 angeborene Verhaltenskomplexe zugrunde, die sich rhythmisch an der sehr langen Ontogenese der Kinder orientieren müssen. Die im statistischen Mittel 7-jährigen Entwicklungsschritte der Kinder fordern die Fortsetzung von dazu angepasstem 7-jährigem Verhalten der Erwachsenen. Das veranschaulicht das Generationenschema.
Die Evolution des Verhaltens orientierte sich stets sowohl an den Auslösereizen des Lichts als auch an weiteren relevanten Auslösereizen der Umwelt. War ursprünglich nur das Licht Rhythmusgeber, so verlagerten sich die Prioritäten der Auslösereize mit zunehmender Komplexität der Ökosysteme hin zu anderen Wahrnehmungen der Umwelt. Beim Menschen wurden schließlich auch soziale und kulturelle Lebensformen zum Schrittmacher der Zeit.


Mit Erreichen von mittleren 7-jährigen Entwicklungsschritten während der Ontogenese des Menschen trat Kommensurabilität zu den Lichtrhythmen von Sonne und Mond ein. Indem sich die Zeitzyklen der Tage, Gezeiten, Lunationen und Jahre, ergänzt um die letzte noch mögliche Zeitkombination, die des 19-jährigen Lunisolarzyklus’, zu einem fünften Zeitgeber, im menschlichen Sozialverhalten widerspiegeln konnten, war nicht nur die Chance, sondern nun auch ein als Zwang empfundener innerer Antrieb zur kulturellen Evolution entstanden.
Dieser lunisolare Zeitgeber wirkte im Unterschied zu allen bisherigen Reiz-Reaktions-Mustern der Lebewesen nicht durch ihre individuelle Auseinandersetzung mit der Umwelt, sondern durch die relative Ausrichtung des eigenen Verhaltens am Verhalten der Sozialpartner.


Die Vergleichbarkeit der Zyklen entstand durch das Verhältnis der ganzen Zahlen 19, 7 und 12 zueinander indem 19 = 7 + 12 ist. Dem 19-jährigen Lunisolarzyklus laufen Circa-7-Jahreszyklen der Individualentwicklung jedes Menschen parallel, wodurch sich 12-jährige Verhaltenszyklen der Sozietät ergeben. Symbolisch dargestellt lautet der Sachverhalt:

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Indem alle vollständigen Zyklen von Anfang an eine 12-teilige Verhaltensstruktur nach sich zogen, erfüllt nun auch dieser soziale Zyklus die Forderung nach 12-Teiligkeit. Die statistisch gemittelten Zeiten bleiben dauerhaft erhalten, weil die Verhaltensreaktionen an die Elemente des zeitbestimmenden Lunisolarzyklus’ als Auslösereize genetisch angekoppelt sind.


Das Fortschreiten der 7-jährigen Individualentwicklung resultiert aus der zufälligen Zahlenübereinstimmung (7) mit der 7-maligen Zyklusverschiebung der 7 zusätzlichen Lunationen während des 19-jährigen Lunisolarzyklus’. Hierbei entsteht (vermutlich in den ersten Lebenstagen nach der Geburt) eine Konditionierung für zukünftige soziale Einflüsse in Abhängigkeit von der Phasenlage des Tageslichts in Kombination mit der des nächtlichen Mondlichts.


Zur Bewältigung des permanent anwachsenden Wissens durch aktive Belehrungen, Hinterlassungen vergegenständlichter Erfahrungen sowie Hinzufügungen eigener Lebensleistungen, werden individuelle Spezialisierungen im sozialen Verband herausgefordert. Durch Prägung vielfältiger Charaktere unter dem Einfluss unterschiedlicher Konditionierungsphasen der Lichtrhythmen werden differenzierte Eignungen und Motivationen für Spezialisierungen bereitgestellt. Dies geschieht durch phasenversetzte Anfangsaktivierung einer der latent angeborenen zwölf Lebensabschnittsmotivationen (siehe Generationenschema).



Mit zunehmend zivilisatorisch zeitstrukturierter Lebensweise der Menschen (Sonnenkalender, Wochenrhythmus) und der Anwendung von Kunstlicht in der Nacht werden die natürlichen Auslösereize für angeborene Reaktionen verdrängt. Deshalb blieben als Beleg für die vorgestellte Theorie des sozialen und kulturellen Rhythmus der Menschen lediglich die Effekte, die kurze Zeit nach der Geburt noch unverfälscht charakterbildend wirksam sind. Als Erklärung für die einzigartige Entstehungsgeschichte des Menschen in der Evolution sollte dies neben historischen Überlieferungen trotzdem als Beleg genügen.
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