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Äpfel und Birnen


Wie viel sind 12 Äpfel plus 7 Birnen? Sind das 19 Stück Obst oder ist eine solche Verrechnung verboten? Im mathematischen Sinn ist eine solche Rechnung nicht zulässig. Es wird nämlich Apfel = Obst = Birne gesetzt und das würde nach mathematischen Regeln Apfel = Birne bedeuten.
Aus ähnlichem Grund ist meine Gleichung    L19 = i7 + S12    eigentlich unzulässig. Es werden nämlich - gedanklich im Hintergrund - Jahre und Monate miteinander verglichen. Jahre und Monate sind aus zweierlei Gründen nicht vergleichbar. Erstens beschreiben sie verschiedene Zeiten und zweitens rühren sie einerseits von der Sonne und andererseits vom Mond her.
Das Gleiche an Monat und Jahr ist der vollständige Zyklus. Weil sich das Verhalten der Lebewesen an diesen vollständigen Zyklen orientiert, sind Überlagerungen der Zykluseinflüsse möglich.
Von unserer „inneren Uhr“ wissen wir, dass sie nur dann genau geht, wenn sie Synchronisationssignale – in der Regel Sonnenlicht – aus der Umwelt empfängt. Sobald jegliche Umweltinformationen fehlen, beginnt die Uhr ungenau zu laufen. Unser Zeitgefühl ist an die Umweltrhythmen gebunden. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass unser Gehirn eigentlich zeitlos arbeitet. Die Umwelt des Gehirns ist unser gesamter Organismus, der über seine Sinne auch Informationen über die weitere Umwelt vermittelt. Wenn solche sinnlichen Informationen fehlen, gelangen trotzdem zeitabhängige Signale aus dem Körper ins Gehirn. Die gewohnten Rhythmen der Nahrungsaufnahme oder des Schlafs vermitteln weiterhin ein (ungefähres) Zeitgefühl.
In einem „zeitlosen“ Gehirn können verschiedene Rhythmen nebeneinander existieren und dort alle Informationen zusammenfassen, die den selben Zyklen zugehören. Dadurch bilden sich Zeitebenen, die selbst keine Uhrenfunktion besitzen. Die neuronalen Komplexe, die nach verschiedenen Zeitzyklen wiederholt angesprochen werden, unterscheiden sich nur durch den Informationsinhalt, den sie repräsentieren. Deshalb sind für das Gehirn Monatszyklen und Jahreszyklen einfach nur Zyklen – so wie Äpfel und Birnen Obst sind.
Bereits vor der Geburt besitzt das Gehirn eine (genetisch) angeborene Grundstruktur. Das Gehirn befindet sich gewissermaßen in Erwartung bestimmter Dinge, die auf das Lebewesen treffen werden. Es kann jedoch nicht wissen, wann sich diese Dinge begeben werden. So ist das Lebewesen bereits für den Tag-Nacht-Rhythmus vorbereitet. Es muss nach der Geburt jedoch erst die Orientierung (die Phase) finden. Ebenso ist es mit dem nächtlichen Mondrhythmus und dem Jahresrhythmus. Diese grundsätzliche Erwartung der Zyklen muss sich während der Evolution von den kurzen zu den langen Zeiträumen hin entwickelt haben, weil die Lebewesen komplizierter und langlebiger wurden. Die Zeitzyklen bilden deshalb in ihrer Wirkung auf das Wesen eine Hierarchie. Die Rangfolge beginnt bei körperlichen Funktionen, reicht über eine Gefühlsebene hin zu geistigen Bestimmungen und erreicht nun beim Menschen seine gesellschaftliche Sozialisation. Alle Zyklen sind natürlicherweise in 12 typische Abschnitte geteilt. Diese ähneln sich, obwohl sie auf unterschiedlichen Hierarchieebenen repräsentiert sind. Durch diese Ähnlichkeiten können die Ebenen korrespondieren und so der Gleichung 

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  genügen – auch wenn eigentlich Äpfel mit Birnen verrechnet werden. Aber Obst ist Obst.

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